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Das Bambus-Lexikon

  The Bamboo Lexicon
    Le Lexique de Bambou

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Rhizomsperre - Bambussperre Halten Sie Ihren Bambus im Zaum!

Für die Ausläufer treibenden Bambuspflanzen ist der Einbau einer Rhizomsperre Pflicht!

Über die Notwendigkeit und den Umgang mit Rhizomsperren

Alle Phyllostachys - Riesengräser - und noch viele andere Bambusarten (Pleioblastus, Pseudosasa, Indocalamus, Sasa, Yushania u. v. a. m.) treiben Ausläufer und wuseln durch den ganzen Garten!.
Halt, noch viele andere? Ja, alle anderen Bambusarten treiben Ausläufer in unterschiedlicher Stärke und Form. Nur die Fargesia-, Borinda-Arten und Sorten und die tropischen Bambusse treiben keine Ausläufer.
Hinweise, wie Ausläufer treibend die einzelnen Arten sind, finden Sie bei den Beschreibungen der einzelnen Arten und Sorten. Die Ausläufer - Rhizome - müssen Sie in Grenzen halten, damit Ihr Garten nicht eines Tages nur noch aus der - sehr großen - Pflanzenfamilie Bambus besteht und der Nachbar nicht belästigt wird.

Ein zuverlässiger Rhizomschutz kann mit 2 mm dicke HDPE oder ECB laut Studie der Forschungsanstalt / FH Weihenstephan erreicht werden. Auf jeden Fall ist eine mindestens 70 cm breite Rhizomsperre, bei Pflanzungen an Nachbargrundstücken, Straßen, Wegen, vor Teichen, Baulichkeiten, vor alten und neuen Kellerwänden und Fundamenten nötig. Sicherer ist eine 100 cm breite Rhizomsperre, da schon an mehreren Orten die 70er Sperre von den Rhizomen der dickhalmigen Bambusarten unterwandert wurden! Besonders bei der heutigen Kellerbauweise mit Wärmeisolierung von Außen sollte eine 2 mm dicke Rhizomsperre - PEHD Folie -  tief eingesenkt werden.

Bild rechts: Wenn Ihnen für Ihren Pyhllostachys nicht mehr Fläche zur Verfügung steht, müssen Sie, bevor die Pflanze innerhalb der Rhizomsperre keinen Platz mehr hat, einen Teil der Pflanze entfernen, also abstechen und wieder Erde nachfüllen. Es ist sinnvoll, wenn Sie am inneren Bereich der Pflanzfläche auf 20 - 30 Zentimeter Breite keine Halme und Rhizome wachsen lassen, also diesen Bereich laufend abstechen und Erde nachfüllen.
Außerdem sollte die Halmanzahl begrenzt werden, also Halme am Boden abschneiden. Ein regelmäßiges Auslichten ist das A und O! So findet Ihre Pflanze auch auf kleineren Pflanzflächen über viele Jahre Platz und bleibt doch dekorativ und wüchsig.

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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Eine viel zu kleine eingegrenzte Fläche (2 m Ø) für Phyllostachys aureosulcata 'Spectabilis'! Der Platz reicht je nach Anfangsgröße der Pflanze für 2-5 Jahre und dann???? Wandern die Rhizome uner der Sperre durch .......

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Asphalt ist für Rhizome auf Dauer kein Problem, er wird durchbrochen.

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Isolierte Kellerwände durch Rhizome zerstört.

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Diese Art von Verbindungen ist für die Rhizome kein Hindernis.

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1 mm dicke und schlechte Rhizomsperre kann platzen.

Der Einbau einer Bambussperre kann bei schweren Böden zur schweißtreibenden Arbeit werden, die man gerne vor sich her schiebt. Und die kleinen niedlichen Pflanzen sehen zunächst noch nicht so aus, als ob Sie Ihren Garten unterminieren könnten. Die ersten zwei bis drei Jahre kann man seine Bambuspflanzen auch durch Abstechen der Rhizome noch in Grenzen halten. Der größte Fehler liegt aber leider darin, die Wüchsigkeit der Bambusse zu unterschätzen. Der Bambus fängt in der Regel erst nach 2-3 Jahren Standzeit an sich auszubreiten. Der Ausbreitungsdrang ist vom Standort bzw. von der region abhängig. In der Regel gilt für unsere Breiten, je wärmer, um so stärker das Wachstum der Rhizome, um so größer der Ausbreitungsdrang. So kann z.B. ein wärmeliebender Phyllostachys bissetii oder Aurea in Schleswig-Holstein über viele Jahre (oft fast 10 Jahre) horstig wachsen, bevor er seine Rhizome im Umfeld verbreitet. Während die selbe Art in einer warmen Region, Süd-Hessen oder Baden-Würtemberg, sich sehr schnell ausbreitet (oft schon im 3. Standjahr). Nachdem Sie so von der Notwendigkeit des Einbaus einer Bambussperre für Ihren Bambus überzeugt sind, nachfolgend einige Hinweise zur Verwendung und zum Einbau der Rhizomsperre.

Der absolute Wahnsinn: Phyllostachys ohne Rhizomsperre!

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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Ein fast 7 m hoher Bestand mit 6 m langen Rhizomen.

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Die Rhizome hatten ...

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das Holzdeck komplett unterwandert ...

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und überall kamen neue Halme.

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Körperlicher Einsatz von Vater ...

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und Sohn und Rhizome ohne Ende.

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Aber so sollte ein Rhizomsperre auch nicht eingebaut werden!

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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3 Schubkarren voll mit Rhizomen.

Nach 10 Jahren hat Phyllostachys aurea in Norddeutschland am Steinhuder Meer (Nähe Hannover) nicht nur die Holzterrasse beschädigt, sondern auch Teile des Gartens erobert.

Rhizome von Bambuspflanzen können erhebliche Schäden verursachen

Viele unfreiwillige Bambusbesitzer, die durch die herüberwuchernde Rhizomen ihres Nachbarn belästigt sind, fragen mich um Rat: 
" was kann ich gegen den Bambus, der vom Nachbarn zu mir herüber wächst, machen? "
Meine Antwort: "Ihr Nachbar ist verpflichtet dafür zu sorgen, dass Sie von den Pflanzen nicht belästigt werden. Das betrifft nicht nur die weit auf Ihr Grundstück herüberhängenden und auf Ihrem Grundstück wachsenden Halme, sondern auch die Ausbreitung der Rhizome auf Ihrem Grundstück."
Dafür gibt es inzwischen viele Gerichtsurteile. Denn vor Gericht gilt Bambus schon lange nicht mehr als Gras, sondern zählt inzwischen zu den Bäumen und Sträuchern. Also verwenden Sie wenigstens an der Grundstücksgrenze eine Rhizomsperre (besser in 3-5 m Abstand von der Grenze), wenn Sie Ihre Phyllostachys und andere Ausläufer treibenden Arten schon nicht komplett eingrenzen wollen.
In kleinen Reihenhausgärten und auf zu kleinen Grundstücken, auf denen die Grenzabstände nicht eingehalten werden können, sollte besonders auf die höher werdenden Phyllostachys verzichtet werden.

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Die Rhizome können Fundamente und Mauern beschädigen

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....Teichfolie durchstoßen

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....können nur mit schwerem Gerät entfernt werden

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Rhizomsperre mit 1 mm Stärke platzt oder bricht schnell

Material

Was sich überhaupt nicht als Rhizomsperre eignet: Teichfolie! Sie stellt für Ausläufer treibende (wuchernde) Bambuspflanzen kein ernsthaftes Hindernis dar. Was sich auf Dauer auch nicht eignet: Dachpappe, Wurzelschutzfolien und Matten, Polyesterplatten, Gehwegplatten, Maurerkübel oder Regentonnen, auch wenn der Boden entfernt worden ist. Stellen Sie sich mal einen Riesenphyllostachys vor, wie der in so einem kleinen Gefäß wie einem Maurerkübel klar kommen soll. Geht also auch nicht!

Am besten eignet sich eine Qualitäts PEHD-Folie, eine speziell aus Hartkunststoff hergestellte schwarze Folie in 2 mm Stärke ( wie Bambu-Stop). Die Rhizomsperre sollte 70 bis 100 Zentimeter breit sein und etwa so tief müssen Sie einen Graben um die Pflanzfläche ausheben. Dabei sollten Sie den Bereich, der dem Bambus zum Wachsen verbleibt, nicht zu eng machen. Sonst treten Nährstoff- und Wasserprobleme, später auch Platzprobleme auf und Ihr Bambus erreicht nie seine wirkliche Dimension. Außerdem wird er die Folie unter- oder überwandern oder den Folienring sprengen! Ganz wichtig dabei: die Folie darf auf keinen Fall mit der Erdoberkante abschließen oder in dieser Höhe abgeschnitten werden! Es müssen auf jeden Fall mindestens 5 cm der Folie aus der Erde schauen, sonst springen Ihnen die Rhizome unbemerkt darüber und laufen davon. Die Bambus-Sperre, Rhizomsperre, wird möglichst leicht schräg nach oben verlaufend eingesetzt und mit einer Algu-Sicherheitsschiene verschlossen. Anschließend wird der Graben wieder mit Erde zugeschüttet. Die Erde muß dabei wieder gut verdichtet werden.

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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PEHD-Folie Höhe 70 cm

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Alu-Schiene Marke Eigenbau

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Die Bambus-Rhizome gleiten an der im Fachhandel

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erhältlichen Sicherheits-Verbindungsschiene ab

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Ohne Schiene wachsen die Rhizome an dieser Stelle heraus

Nachträglicher Einbau der Rhizomsperre.

Viele Pflanzenfreunde und Gartenbesitzer haben, häufig auch aus Unwissenheit oder Unterschätzung der Wüchsigkeit, nach Jahren das Problem, dass die Rhizome die Garten und auch das Nachbargrundstück erobern.
Diese Probleme wird immer größer und gibt es an vielen Orten im In- und Ausland.. Die Lösung ist einfach: rundherum um den alten Bestand oder um den Kern der Pflanze wird mit einem Minibagger oder einer Grabenfräse ein dementsprechend tiefer Graben ausgehoben und die Rhizomsperre eingelassen. Die Enden werden mit einer Sicherheitschiene verschlossen. Bei älteren Beständen reicht in der Regel die 70 cm breite Sperre nicht mehr aus, da die Rhizome die Sperre schnell unterwandern (sparen Sie nicht am falschen Ende und verwenden Sie gleich die 1 Meter breite Rhizomsperre).

 

Der Platzbedarf richtet sich nach der zu erwartenden Endhöhe, dem Standort und der Art oder Sorte. Eine einfache Faustregel zum Berechnen des Platzbedarfs: Beispiel bei einer zu wartende Endhöhe der Halme von 10 Meter: 10m : 2 = 5 x 5= 25 m² (besser mehr, aber nie weniger:


Jetzt kommt der Trick bei der ganzen Sache: alle dann außerhalb der Sperre befindlichen Halme werden direkt am Erdboden abgeschnitten oder abgesägt. Dann werden in den nächsten Wochen neue Halme aus dem Boden schießen, die dann sofort abgeschnitten oder mit Round Up abgespritzt werden müsssen. Das wiederholt man so lange, bis keine neue Halme (Sprossen) mehr austreiben. Innerhalb von 2-3 Jahren sind alle Rhizome abgestorben, denn ein Rhizom ohne Blätter kann auf Dauer nicht überleben. So kann auf das mühsame Ausgraben aller Rhizome verzichtet werden.

 

Die Rhizomsperre muss immer um den gazen Bestand eingelassen werden, auch vor Mauern und Fundamenten, da es fast unmöglich ist, zwischen der Mauer und der Sperre eine haltbare Verbindung herzustellen

Rhizomsperre für Bambus ohne Verschlussschiene

Heben Sie einen Graben um den Pflanzbereich aus, senken die Rhizomsperre ein, füllen den Graben mit Erde auf (den Boden wieder gut verdichten) etc.

Bei dieser Methode wird die Rhizomsperre nicht mit einer Schiene verbunden, sondern an einer Stelle wird der Graben ungefähr 50 Zentimeter offen gelassen (Ausgang), so dass die Rhizome an dieser Stelle herauswachsen können. Keine Bange, alle Rhizome werden an der Rhizomsperre zum Ausgang geleitet.
Im Bereich des 'Ausgangs' stechen Sie die Ausläufer laufend sorgfältig ab (in wärmeren Regionen 1 bis 3 mal, sonst 1 x im Jahr).
Ich kann Ihnen nur raten es nie zu vergessen und kein Rhizom zu übersehen!

Versorgung der Bambuspflanzen in einer Rhizomsperre

Man muß berücksichtigen, dass ein eingegrenzter Bambus nicht die gleiche Nährstoff- und Wasserversorgung hat wie ein sich in Freiheit befindlicher. Das bedeutet, dass Sie der Düngung und Wässerung mehr Aufmerksamkeit schenken müssen als sonst. Ein eingegrenzter Bambus muß in der Regel laufend gewässert werden (auch an frostfreien Tagen im Winter). Bei einer zu klein bemessenen Fläche können sich die Pflanzen nicht ausleben und werden ihre Endhöhe kaum erreichen. Alle mit einer Sperre versehenen Bambuspflanzen müssen nach einigen Jahren ausgelichtet werden. Später sollten auch Rhizome ausgegraben und die Löcher wieder mit Erde aufgefüllt werden, damit dem Bambus ausreichend Platz zur Verfügung steht. Je größer die eingegrenzte Fläche, um so höher und winterhärter die Pflanzen! Um so weniger Pflegeaufwand!

Statt eine Rhizomsperre einzubauen, können Sie alternativ auch einen etwa 60 cm tiefen Graben um die Pflanzfläche ziehen, diesen offen lassen oder mit Laub, Stroh etc. füllen und regelmäßig mit einer scharfen Sense oder einem anderen scharfen Messer die hindurchwachsenden Rhizome abtrenne oder mit einer Heckenschere abschneiden. Allerdings ist bei diesem Wettbewerb zwischen Ihnen und dem Bambus offen, wer gewinnt.

Aus eigenen neueren Beobachtungen möchte ich Ihnen sogar empfehlen, die Rhizomsperre in eine Schicht aus 5 bis 10 cm Beton einzusetzen. Dieser zugegebenermaßen etwas ungewöhnliche Vorschlag rührt aus der Erkenntnis, dass es fast nie gelingt, den Grabenboden für die Bambus-Sperre völlig glatt und gleichmäßig auszuheben. Geringe Höhenunterschiede lassen sich nicht vermeiden. Dies nutzen die Rhizome teilweise aus, um unter der an diesen Stellen besonders locker liegenden Erde hindurch in die Freiheit zu entkommen. Auch wenn ich es zur Zeit noch nicht genau abschätzen kann, ob diese Maßnahme definitiv hilft, möchten ich sie Ihnen trotzdem nicht vorenthalten.
Die Riesengräser zählen sicher zu den dekorativsten Pflanzen die uns die Flora für unsere Regionen bietet. Sie können einem stolzen Bambusbesitzer aber auch zur Plage werden!

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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Die Rhizome wuchern schnell aus einer nicht verschlossenen Rhizomsperre

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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Mit Rhizomsperre begrenzte Fläche im Bot. Garten Hamburg

Rhizomsperre. PEHD-Folie, die wohl einzige Alternative

[ Bambus, das geheimnisvolle Gras ]

Geschrieben von Fred Vaupel im Forum der EBS-D. am 17. Oktober 2004 15:30:40:
Als Antwort auf: Re: rhizomsperre aus betonröhren oder einer regenwassertonne? 
Hallo liebe Bambusfreunde,
zu diesem Thema wurde in der Vergangenheit schon viel diskutiert und ebenso viele Möglichkeiten aufgelistet, wie die Ausläufer treibenden Arten nicht in den Griff zu bekommen sind. Nach meiner langjährigen Erfahrung und Versuchen mit vielen Materialien bin ich letztendlich zu dem Ergebnis gekommen, dass die 'Wucherbambusse' eigentlich in kleinen Privatgärten fehl am Platze sind. ( Es stehen inzwischen viele unterschiedliche Fargesien zur Verfügung).
Wer trotzdem auf die Ausläufer treibenden Arten und Sorten, besonders auf die Phyllostachys, nicht verzichten möchte, der sollte die Pflanzflächen nicht zu klein wählen (für jeden Phyllo nicht weniger 10 m ²).Wenn schon mit einer Rhizomsperre eingrenzen, dann mit einer 2 mm dicken PEHD-Folie, die an den Enden entweder überlappend mit einem Heißluftfön verschweißt oder mit einer Klemmschiene aus Aluminium oder Edelstahl verbunden werden.
Eine andere Möglichkeit, die wegen der Optik nicht so praktikabel ist, wäre einen ca. 20 cm breiten und ca. 40 cm tiefen Graben um den Pflanzbereich auszuheben. Die Rhizome wachsen erst nach vielen, vielen Jahren in diese Grube. Man kann den Graben auch mit Laub, Stroh oder Häckselgut auffüllen und die Rhizomspitzen dann laufend abtrennen. Einige Arten/Sorten lassen sich in unseren Breiten durch jährliches Abstechen in Grenzen halten (Ph. bambusoides in Sorten, Propinqua, Vivax, Dulcis, Prominens, Iridescens, Pl. pygmaeus u. a.)
In der Regel ist jede mit einer Rhizomsperre eingegrenzte Fläche auf  Dauer zu klein. Deshalb empfehle ich die Rhizomsperre nicht zu verschließen, sondern an einer gut zugänglichen Stelle ca. 40 cm offen zu lassen. Allerdings müssen hier die Rhizome laufend abgestochen und entfernt werden. Nur so kann sich der Bambus ausleben, denn das 'Chinesische Männchen' ( es sitzt in jeder Rhizomspspitze) leitet die Rhizome immer zum 'Ausgang'.
 

Rhizome wuchern durch den Garten

Die Rhizome können erhebliche Schäden anrichten. Sie wachsen über die Rhizomsperre. Können hier aber problemsos abgetrennt und ausgegraben werden. Eine laufende Kontrolle ist zu empfehlen.

Vor einem Teich oder vor Gebäuden sollte ebenso eine Bambussperre eingebaut werden, wie an der Grundstücksgrenze oder vor gepflasterten oder befestigten Wegen und Plätzen (Terrasse).

Die Rhizome entwickeln so viel Kraft, dass sie sogar die Verbundsteine fachmännisch Pflasterflächen anheben. Sie wuseln sogar unter befestigte Fußwege und treiben aus den Fugen zwischen den Gehwegsplatten aus. Siehe Bild 3

Selbst unter einer betonierten 6 - 8 Meter breiten Einfahrt können die Rhizome problemlos hinduchwachsen, um sich dann auf der anderen Seite der Einfahrt wieder zu verzweigen und neue Halme zu schieben. Hier muß der Rhizomstrang unbedingt von der Mutterpflanze getrennt werden und alle ausgetriebenen Halme unter der Erdoberfläche abgeschnitten werden.   

Was Sie noch wissen sollten: die Rhizombildung ist vom Standort abhängig. So wachsen die Rhizome in wärmeren Regionen Süd-hessen, Baden Württemberg, teilweise doppelt so schnell, wie z.B. in Schleswig-Holstein und Dänemark. Im mediterranen Klima wesentlich schneller als in Baden-Württemberg oder im Raum Köln. In sandigen Böden breitet sich ein Ausläufer treibender Bambus schneller aus, als in schweren und lehmigen Böden.

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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Rhizom wächst über die Sperre

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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Abgestochene Phyllostachys-Rhizome im 4. Standjahr

Bambus:Rhizomsperre - Bambussperre
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Pseudosa japonica wuselt unter die Gehwegplatten und hebt sie an



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© Das Bambus-Lexikon wurde als frei zugängliche Datenbank nach einer Idee von Fred Vaupel 2005 erstellt und erarbeitet.


 
 

Bambustage in Lehrte-Steinwedel


vom 2. - 9. April 2009


Feiern Sie mit uns in den Frühling.

MO-FR 10-18.30 Uhr
SA 10-16 Uhr
SO 5. April: Schautag von 11-16 Uhr

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