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Das Bambus-Lexikon

  The Bamboo Lexicon
    Le Lexique de Bambou

Mehr als 800 Seiten Informationen über Bambus

Sie können im Feld Suchen/Search eine Thema oder ein Begriff eingeben, um so schneller an das Zeil zu gelangen. Beispiele für eine Suche: suchen Sie nach Infos und Bilder von einem Bambus ohne Ausläufer, dann geben Sie horstig oder keine Ausläufer ein. Wünschen Sie Information zu Bambus im Kübel, so geben Sie entweder Kübel, besser aber Kübelpflanze ein. Möchten Sie eine Bambushecke anlegen, dann geben Sie Bambuskecken ein usw. Anschließend wählen Sie aus den vorgeschlagenen Berichten Ihr spezielles Thema aus. So finden Sie in meinem Bambuslexikon auf Ihre Fragen in der Regel immer eine Antwort. Haben Sie bitte Verständnis dafür , dass ich aus Mangel an Zeit allgemeine Fragen in meinem privaten Lexikon nicht beantworten kann. Sollten Sie spezielle Fragen haben, so senden Sie eine Email an fv@bambus-lexikon.de    Für eine größere Bildansicht klicken Sie in das Bild / Click on the photo to see larger image.

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Großer Panda *

Ailuropoda melanoleuca
Pandabär, Großer Panda

Großer Pandabär. Gefährdete Tierart

Bambus:Großer Panda *

Der Große Panda in der Aufzuchstation in Wolong

Chines. Name:

Engl. Name: Giant Panda
Andere Namen: Pandabär, Bambusbär, Prankenbär

Lebensraum: In dem heute nur noch 5900 km² großen Verbereitungsgebiet des Großen Panda leben ca. 1600Tiere (Stand 2004). Es liegt in den chinesichen Provinzen Sichuan, Gansu und Shanxi in West-China. Die Pandas leben an den subtropischen Berghängen mit dichtem Baumbestand. Im Sommer leben sie in Höhen zwischen 2500 bis 4000 m Höhe und ziehen im Herbst in tiefergelegene Gebiete. Das Klima in den Bergen ist feucht und niederschlagsreich. Die Sommer sind kühl, die Winter kurz, aber kalt.

MERKMALE: bis 90 cm lang, Gewicht 3 - 6,5 kg, dichtes, flauschiges Fell,  rotbraune Oberseite, Unterseite und Beine dunkelbraun bis schwarz, buschiger Schwanz, mit braunen Ringen, unterschiedliche Gesichtszeichnung.

LEBENSWEISE: Einzelgänger, nacht- und dämmerungsaktiv, schlafen tagsüber in Bäumen, Höhlen etc., gute Kletterer.

NAHRUNG: hauptsächlich Pflanzenfresser, vorwiegend frisches Bambuslaub, Früchte, Beeren, Raupen und kleine Wirbeltiere.

LEBENSRAUM: feuchte und kühle Bergwälder, Bambus- u. Gehölzdickicht, sowie in Eichen-, Laub- und Nadelbaumwälder in Höhen zwischen 1500 u. 4500 m.

FORTPFLANZUNG: Paarungszeit März bis Mai, meist 1, selten 2, ganz selten 3 Junge, Tragzeit 45 - 120 Tage, Junge sind fast nackt, blind, fast rosa, Geburten im August/September. Sie wiegen bei der Geburt nur 90 bis 130 Gramm und sind mit schütterem weißen und schwarzen Fell bedeckt.

LEBENSALTER: ca. 25 Jahre.

Ausführliche Informationen und auf den Seiten des WWF

Durch Wilderei, Abholzung der Wälder und weites Eindringen in ihren Lebensraum wurden die einst großen Bestände erheblich dezimiert.

In China sind in den letzten Jahren geschützte Gebiete für das Überleben der großen Bären eingerichtet worden. Das  Ziel des WWF ist, die Wildtiere gezielt in geschützten Gebieten anzusiedeln.

Pandbären in Zologischen Gärten: Zoo Berlin, Zoo Wien Schönbrunn, Zoo Madrid, Ocean Park Hongkomg, Zoo Washington, National Zoological Park Smithsonia mit aktuellen Seiten über den Pandabären

Posted on: 2007

Article in Red Orbit: Bamboo Shortage Threatens Pandas in China

Der große Panda im Wolong Naturreservat

China schenkt Taiwan im Dezember 2008 zwei Pandabären. Weitere Infos

Die Eingewöhnung fällt dem Geschenk aus China schwer, Infos

Bambus:Großer Panda *

Pandabären halten oft ein Schläfchen,

Bambus:Großer Panda *

um dann wieder Bambusblätter zu fressen

Bambus:Großer Panda *

und sich anschließend wieder auszuruhen.

Bambuskorridor trennte Pandas

Bambus:Großer Panda *

Kleine Anekdote aus der  Shanghai Tageszeitung -

Zwei Jahrzehnte wurden zwei Gruppen des Grossen Pandas, die im Qinling Bergbereich in Nordwestchinas Shanxi Provinz leben, durch eine nationale Autobahn von einander getrennt worden. Jetzt ist in diesem Abschnitt ein Autobahntunnel gebaut worden, um die 2 Pandagruppen wieder zusammen zu führen..

Um die zwei Gruppen wieder zusammen zu bringen, haben Förster von dem Guanyin Naturschutzgebiet und freiwillige Helfer den Qinling Tunnel mit Bambus bepflanzt. Etwa 90 ha wurden bepflanzt. So entstand eine riesige Pandaabsicherungszone.

Finanziert wird dieses Projekt durch den WWF, dem Shangxi Forstwirtschaftsbüro und der Provinz Guanyin.

Lokale Landwirte berichten, dass sie in diesem neuen Abschnitt bereits vier bis fünfmal im Jahr Pandas entdeckt haben, sagte Zhu Yun, ein Beamter aus dem Guanyin Naturschutzgebiet.  

Biologen schätzen, dass es jetzt etwa 1.590 riesige Pandas gibt, die in der Wildnis, am meisten in den gebirgigen Bereichen von Südwestchinas Sichuan Provinz leben. Es gibt nur 273 Große  Pandas, die im Bereich Qinling leben.

Shanghai, China, 20. Mai 2006

20. Januar 2009: Bambus für Chinas Pandas Mangelware

In der Volksrepublik macht man sich neuerdings zurecht große Sorgen um das tierische Wahrzeichen des Landes. Die Pandabären sind das neue Sorgenkind der Menschen, denn immer öfter finden die possierlichen Tierchen nicht mehr in ausreichenden Mengen ihr einziges Grundnahrungsmittel: Den Bambus.

Nach den Erdbeben und der fortschreitenden Umweltverschmutzung zugunsten des wirtschaftlichen Aufschwungs, hat es bereits in freier Wildbahn erste Todesopfer gegeben, wie die zuständigen Behörden mit Bedauern mitteilen mussten. Doch nicht nur bei den frei lebenden Pandas ist das Leben mittlerweile schwieriger geworden. In der Panda-Station von Wolong sind viele der Tiere noch immer verstört seit den Erdbeben. Fast die Hälfte der Gehege sind zerstört worden im Mai des vergangenen Jahres.

Eine große Menge der Bambushaine ist unter den Trümmern im Land verschüttet worden, die Tiere kommen nicht mehr unter normalen Bedingungen an ihre Nahrung. Für die Forschungsstation gestaltete sich die Lage so dramatisch, dass man sich gezwungen sah, bis auf sieben Pandas die restlichen 143 Exemplare aus Sicherheitsgründen in Zoos und andere Station brachte, um ihr Überleben zu sichern. So schlimm stand es um die Pandas zuletzt vor 25 Jahren in China.

Artikel aus Chinas Blog vom 20.01.2009

20. Januar 2009: Großer Bärenhunger

Weil in China der Bambus knapp wird, leiden die Pandas. Ursache sind die Erdbeben vom Frühjahr 2008 in der nord-westlichen Region der Provinz Sichuan und die fortschreitende Umweltzerstörung.

Peking:Den Pandas knurrt der Magen. Bambus, das Hauptnahrungsmittel der Tiere, ist in diesem Winter in China knapp geworden. Schon ist der Kadaver des ersten verhungerten Bären gefunden worden. Bedroht sind vor allem die Pandas in freier Wildbahn. "Sie leiden in diesem Winter Hunger", sagt Yang Jiangrong, eine Tierschützerin vom Wolong Panda Club.

Der Grund für die Krise ist das schwere Erdbeben vom Mai vergangenen Jahres, das viele Bambushaine verschüttet hat. Das Erdbeben ereignete sich in der Südwestprovinz Sichuan, wo 1200 der 1590 wilden Pandas in verschiedenen Naturreservaten leben. Auch die weltbekannte Panda-Forschungsstation in Wolong liegt nur wenige Kilometer vom Epizentrum des Bebens vom 12. Mai entfernt und war schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Drei Wärter waren dort damals ums Leben gekommen, ein Panda war getötet, 14 von 32 Panda-Gehegen waren zerstört worden, als sich "plötzlich der Himmel verdunkelte" und es "Steine zu regnen" begann, wie Augenzeugen damals berichteten.

In der Nähe von Wolong ist kürzlich nun ein verhungerter Panda gefunden worden. "Das Erdbeben hat besonders die Bambusvegetation an niedrigen Berghängen zerstört, was die Nahrungssuche der Pandas erschwert", zitiert die Zeitung Südliches Wochenende Zhang Hemin, den Direktor des Panda-Zentrums in Wolong. Auch er fürchtet, dass es nicht bei einem verhungerten Tier bleiben wird. "Mehr wildlebende Pandas werden in diesem Winter krank werden oder sogar sterben", sagte Zhang. Auch für die Pandas, die in der Wolong-Forschungsstation in Gefangenschaft leben, wird der Bambus knapp. Schon am ersten Tag nach dem Beben hatten die überlebenden Wärter begonnen, aus anderen Teilen des Landes Bambus auf Lastwagen herbeizuschaffen. Bis heute muss die Diät der Tiere, die in freier Wildbahn fast ausschließlich Bambus fressen, mit Obst und Gemüse gestreckt werden. Nur sieben der zuletzt 150 Pandas werden derzeit wieder im Forschungszentrum von Wolong gefüttert. Alle anderen Tiere sind über Zoos und Gehege im ganzen Land verteilt worden.

Für die freilebenden Tiere, die extrem menschenscheu sind und von Forschern oft lediglich anhand ihrer Kotspuren verfolgt und gezählt werden können, ist die Lage viel schlimmer. Der Hunger treibt einige der Tiere seit dem letzten Herbst zu verzweifelten Ausflügen. Am 26. Oktober ging Deng Wenpin, ein Bauer im Dorf Xingfu, Kreis Gengda, in der Nähe von Wolong in seinen Gemüsegarten. Plötzlich stand er einem der schwarz-weißen Bären gegenüber, der in seinen Beeten grub. Wilde Pandas sind normalerweise gefährlich, obwohl sie wegen ihrer Korpulenz und der schwarzen Ringe um ihre Augen allgemein als "niedlich" gelten. Doch dieses Tier war "schwach und hungrig und starrte Deng nur teilnahmslos an", hieß es in einem Zeitungsbericht. Das halbverhungerte Tier wurde noch nach Wolong gebracht und gepflegt, starb aber knapp zwei Wochen später.

Schon vor dem Erdbeben war das natürliche Habitat der nach wie vor vom Aussterben bedrohten Pandabären in China ständig geschrumpft. Die Tiere, die es in freier Natur nur in China gibt, sind bei der Nahrungssuche ausgesprochen wählerisch. Sie fressen zu 99 Prozent Bambus, am liebsten dessen Sprossen. Da sie schlechte Nahrungsverwerter sind, brauchen sie von dieser Kost täglich um die zehn Kilogramm.

Daher überleben sie langfristig nur an einsamen, mit Bambushainen bedeckten Berghängen von nicht mehr als 30 bis 40 Prozent Neigungswinkel. Denn dort können sie den ganzen Tag lang fressen, ohne durch anstrengendes Klettern zu viele Kalorien zu verbrennen. Auch sauberes Wasser ist wichtig. Doch natürliches Terrain dieser Art wird von Chinas rasantem Wirtschaftswachstum und seiner riesigen, nach Holz, Bauland und Ackerflächen suchenden Bevölkerung zunehmend zerstört. Ausgerechnet jetzt hat das Erdbeben zusätzlichen Schaden in den Wäldern angerichtet.

Auch in der Vergangenheit hatte es bisweilen Hungersnöte in Chinas Panda-Population gegeben. Besonders viele Tiere starben 1983, als eine selten auftretende und besonders weitflächige Bambusblüte ihre Nahrung zerstörte. "Verglichen mit 1983 ist der aktuelle Schaden durch das Erdbeben aber noch sehr viel ernster", sagt der Panda-Experte Zhang Hemin.

 

Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 20. 1. 2009



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Das Bambus-Lexikon wurde als frei zugängliche Datenbank nach einer Idee von Fred Vaupel 2005 erstellt und erarbeitet. Mit dem Bambuslexikon und den Bambusinformationen möchte ich meine mehr als 35 jährigen Bambuserfahrungen, mein Wissen und alle von mir gesammelten Daten an die vielen Pflanzenfreunde weitergeben, um den Bambus in unseren Breiten noch populärer zu machen und seine vielseitige Verwendbarkeit einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Mein Lexikon erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Angegebenen Werte (Höhe, Winterhärte etc.) sind Durchschnittswerte, die je nach Standort erheblich voneinander abweichen können. So wird ein Phyllostachys vivax 'Aureocaulis' im norddeutschen Küstenbereich und Dänemark selten über 5 Meter hoch, während diese Sorte z. B. in Süd-West-Deutschland bereits nach wenigen Jahren dieser Höhe erreicht und in dieser Region nach ca. 8 Jahren mehr als 8 Meter hoch wird.

Über Mitarbeit, Anregungen, Ergänzungen, Erfahrungswerte, Pflanzendaten und Bilder, aber auch über Kritik, bin ich jederzeit dankbar. Bitte per Email senden an:  FV@bambus-lexikon.de

Mein Dank geht an 1. Stelle an meine liebe Frau, ohne deren Geduld, Liebe und Verständnis es für mich nicht möglich wäre, die riesige Datenmenge in das Web zu stellen. / Last but for sure the more imporant, I would like to thank my wife. She is my love, my best friend and so much more... Without her understanding, patience , love , it wouldn't have been possible for me to put together  this huge amount of data in the web. THANK YOU angel. / Mes remerciements s’adressent en premier lieu à ma chère femme, sans sa patience, son amour et sa compréhension, il n’aurait pas été possible pour moi de mettre en ligne cette immense quantité de données.


Ich habe bis 2009 in meiner Freizeit mehr als 8500 Stunden am PC verbracht und besonders in den Wintermonaten, Abend für Abend (häufig bis zum frühen Morgen) und fast das ganze Wochenende, oft auch ungeduldig und schimpfend (wenn der Computer mal wieder spinnt) am PC verbracht!

Für die Überlassung vieler guter Fotos geht mein besonderer Dank an Daniel Kunz aus der Schweiz. Für die Bereitstellung einiger Fotos bedanke ich mich bei den Bambusfreunden im In- und Ausland.

Das Bambus-Lexikon ist ein privates Lexikon. Lediglich die laufenden Hostingkosten werden vom Bambus-Informationszentrum in 31275 Lehrte-Steinwedel, Ramhorster Str. 1-2 gesponsert.   www.bambus-info.de

Fred Vaupel im Frühjahr 2005

 


 
 

Bambustage in Lehrte-Steinwedel


vom 2. - 9. April 2009


Feiern Sie mit uns in den Frühling.

MO-FR 10-18.30 Uhr
SA 10-16 Uhr
SO 5. April: Schautag von 11-16 Uhr

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